Spielmodus
Eierraub
PvEvP-Modus für Dreierteams auf den Verlorenen Inseln. Ein Ei finden, zum Boot bringen, verschwinden - während andere Teams dasselbe vorhaben.
Sollte etwas fehlen oder nicht stimmen, sag uns gerne Bescheid.
Aniimo
Kostenloses Open-World-Rollenspiel, in dem man Wesen nicht nur sammelt, sondern ihre Gestalt annimmt. Neun Elemente, fünf Kampfrollen und ein PvEvP-Modus namens Eierraub.
Bewertung
RPG Portal
86/ 100
Sehr gut
Ältere Gesamtwertung – Einzelwerte folgen.
Systemanforderungen
Sprachen
Veröffentlichung
2026
Plattformen
Aniimo ist im September 2026 erschienen und kostet nichts. Man spielt einen Pfadfinder auf dem Kontinent Idyll, fängt die titelgebenden Wesen mit Aniipods und Fallen und baut daraus eine Mannschaft.
Der Unterschied zu anderen Sammelspielen steckt im Verschmelzen: Man schickt ein gefangenes Aniimo nicht vor, sondern nimmt selbst dessen Gestalt an und benutzt dessen Fähigkeiten - im Kampf und für Rätsel, die in Menschengestalt nicht lösbar sind. Welche Wesen überhaupt auftauchen, hängt von Gebiet, Wetter, Tageszeit und besonderen Naturereignissen ab; die meisten entwickeln sich weiter.
Jedes Aniimo gehört zu einem oder zwei von neun Elementen und füllt eine von fünf Rollen: Schaden, Heilung, Unterstützung, Bruch und Regeneration. Dieselben neun Elemente bestimmen in einer festen Tabelle, wer gegen wen mehr oder weniger ausrichtet - ohne Immunitäten, aber mit deutlichen Unterschieden.
Neben der offenen Welt gibt es zwei Dauerbeschäftigungen. Der Eierraub schickt Dreierteams auf die Verlorenen Inseln, wo sie ein Ei suchen, zum Boot bringen und sich dabei gegen die Insel und gegen andere Teams behaupten müssen. Und im Heimatland steht das eigene Wohnmobil: anbauen, einrichten, die eigenen Aniimo unterbringen.
Aniimo braucht dauerhaft eine Verbindung; gemeinsam unterwegs sind bis zu vier Pfadfinder.
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Update
Am 29. Oktober 2026 erscheint das nächste Aniimo-Update. Es beginnt damit die zweite Hälfte der ersten Saison.
Ein neues Gebiet: Whisperwake Isle. Es ist nicht ganz neu – wer am geschlossenen Test vor dem Start teilgenommen hat, kennt es schon. Für alle anderen ist es der erste grössere Zuwachs der Welt seit dem Erscheinen im September.
Neue Aniimo. Wie viele und welche, hat der Hersteller nicht gesagt.
Eine Versionsnummer gibt es bisher nicht. Einen deutschen Namen für das Gebiet auch nicht.
In Spielerguides stehen deutlich mehr Angaben, die sich auf eine Vorschau berufen: ein Saisonname, mehrere Unterregionen innerhalb des neuen Gebiets, drei Handlungsstränge, eine Zahl neuer Arten im Dutzendbereich, Zugangsvoraussetzungen um Stufe 55, dazu neue Prismana-Formen und ein wöchentlich wechselndes Ereignis ab dem 30. Oktober.
Das kann alles zutreffen. Es kommt nur nicht vom Hersteller, und zwischen einer Vorschau aus einem Test und dem, was am Erscheinungstag wirklich im Spiel ist, liegen erfahrungsgemäss Unterschiede. Sobald die Patchnotes da sind, steht hier, was davon geblieben ist.
Neue Aniimo heissen neue Formen, und Formen sind in Aniimo der Hebel für die Elementdeckung – eine Form ändert das Element, nicht die Werte. Wer heute ein Team hat, das sieben oder acht der neun Elemente anderthalbfach trifft, kann mit dem Update möglicherweise auf neun kommen.
Besonders zu beachten: Das Element Heilig hat bisher nur zwei Aniimo, und beide sind Schadensrollen. Fällt dort eine Heilung oder Unterstützung dazu, ändert das mehr am Teambau als zehn neue Aniimo in einem gut besetzten Element.
Grundlage: der offizielle Fahrplan, Stand 20. Oktober 2026. Die weiteren Angaben stammen aus Vorschauen in Spielerguides und sind als solche gekennzeichnet.
Zu Aniimo
Neuigkeit
Aniimo ist im September 2026 erschienen, kostet nichts und wirkt auf den ersten Blick wie das, was man erwartet: offene Welt, Wesen fangen, Mannschaft aufbauen. Nach über 140 Stunden kann ich sagen, dass die Erwartung an einer Stelle gründlich daneben liegt.
Man schickt seine Aniimo nicht in den Kampf. Man wird sie.
Das Spiel nennt es Verschmelzen, und es klingt harmloser, als es ist. Wer die Gestalt eines gefangenen Aniimo annimmt, übernimmt dessen Element, dessen Werte und dessen Fähigkeiten – und steht damit selbst in der Elementtabelle. Ein Feuer-Aniimo zu sein heisst, gegen Eis und Gras das Anderthalbfache auszuteilen und gegen Wasser und Fels dasselbe einzustecken.
Das verschiebt die ganze Aufmerksamkeit. In einem Sammelspiel überlegt man normalerweise, wen man vorschickt. Hier überlegt man, was man selbst sein will – und das ändert sich im Kampf mehrmals.
Aussserhalb der Kämpfe wirkt dieselbe Mechanik als Schlüssel: Manche Stellen der Welt sind nur in der passenden Gestalt zu erreichen. Das ist deutlich besser gelöst als die üblichen Fortbewegungs-Fähigkeiten, die man einmal lernt und dann vergisst, weil hier jede Gestalt noch einen zweiten Zweck hat.
Der Bestand ist grösser, als die Zahl der Wesen vermuten lässt:
| Aniimo | 86 |
|---|---|
| davon mit mehreren Formen | 58 |
| Formen insgesamt | 206 |
| Fähigkeiten | über 300 |
| Elemente | 9 |
| Rollen | 5 |
| Aufträge | 118 in 34 Reihen |
Von den Aufträgen sind 15 die Hauptgeschichte, verteilt auf fünf Kapitel. Der grosse Rest ist Nebenbeschäftigung: 52 Reiseaufträge, 29 rund um das Wohnmobil, dazu Aufstiegsprüfungen und zeitlich begrenzte Ereignisse. Wer nur der Geschichte folgt, ist in einem Bruchteil der Zeit durch – und hat das Spiel nicht gesehen.
Die Formen sind der eigentliche Reiz. Ein Aniimo kann als Hochland-, Strand-, Gewitter- oder Prismana-Form auftreten, und die Form ändert nicht die Werte, sondern das Element. Dasselbe Gluwelp teilt als Hochland-Form zusätzlich Fels aus. Dieselbe Dornklinge bringt als Prismana-Form Wasser mit, als Gewitter-Form Elektro.
Damit wird Teambau zu einer echten Aufgabe. Es geht nicht darum, die vier mit den höchsten Zahlen zu nehmen, sondern darum, mit vier Plätzen möglichst viele der neun Elemente abzudecken – und die Formen sind das Werkzeug dafür.
Echtzeit, fünf Rollen: Schaden, Heilung, Unterstützung, Bruch und Regeneration. Bruch ist dabei der interessanteste Posten, weil er nicht einfach „mehr Schaden" bedeutet, sondern Gegner aufbricht und die Mannschaft dadurch überhaupt erst zum Zug kommen lässt.
Angenehm ist, dass die Elementtabelle kein Fallbeil kennt. Drei Werte, und der schlechteste ist immer noch 0,625 – kein Treffer geht ins Leere, keine Begegnung ist durch die falsche Wahl verloren. Man wird bestraft, aber nicht ausgeschlossen. Für ein Spiel, das man abends eine Stunde spielt, ist das die richtige Entscheidung.
Der Wettkampfteil heisst Eierraub, und er ist der Grund, warum ich nach hundert Stunden noch dabei war. Ein Dreierteam landet auf den Verlorenen Inseln, sucht ein Ei und bringt es zum Boot. Dazwischen steht die Insel, und es sind andere Teams unterwegs, die dasselbe vorhaben.
Was daran funktioniert: Es gibt nichts zu lernen, was man nicht im Hauptspiel schon gelernt hätte. Dieselben Elemente, dieselben Rollen, dieselbe Verwandlung – nur dass der Gegner diesmal mitdenkt. Und weil man verliert, was man dabeihatte, überlegt man sich jeden Schritt zweimal.
Dazu kommt das Gegenteil: ein eigener Platz mit Wohnmobil, Anbau und Einrichtung, auf dem die eigenen Aniimo untergebracht werden. Kein grosses System, aber eine gute Entscheidung – nach einer verlorenen Runde Eierraub will man genau das.
Es läuft nur online. Immer. Kein Offline-Modus, keine Pause-Taste, die wirklich pausiert. Bei einem Spiel, das zur Hälfte Einzelspieler-Erkundung ist, bleibt das ein Ärgernis – und in ein paar Jahren ist es die Frage, ob man es überhaupt noch starten kann.
Deutsch nur als Text. Gesprochen wird Englisch, Japanisch, Koreanisch oder Chinesisch. Die Übersetzung selbst ist gut und trifft den Ton; sie hat nur Löcher. Zwei Aniimo und zwei Fähigkeiten tragen im deutschen Wiki noch ihre chinesischen Namen, und für das Gebiet, das am 29. Oktober dazukommt, gibt es bisher keinen deutschen Namen.
Dass das Spiel kostenlos ist und Käufe anbietet, führe ich nicht als Einwand: Nach 140 Stunden ohne einen Cent habe ich nichts gefunden, das sich wie eine Mauer anfühlt.
Aniimo nimmt eine Gattung, die seit dreissig Jahren dieselbe Frage stellt – welches Wesen schicke ich vor? – und ersetzt sie durch eine bessere: welches Wesen bin ich jetzt. Darauf ist alles andere aufgebaut, von den Formen bis zum Eierraub, und es trägt über hundert Stunden.
Wer Sammelspiele mag, sollte es sich ansehen. Es kostet nichts ausser der Verbindung, die man ohnehin hat.
Zu Aniimo
| Angabe | Minimal | Empfohlen |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 | Windows 10 oder neuer |
| Prozessor | Intel Core i7-4770 / AMD Ryzen 7 2700 | Intel Core i7-10700 / AMD Ryzen 5 5600 oder besser |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM | 16 GB RAM |
| Grafikkarte | NVIDIA GeForce GTX 970 / AMD Radeon RX 5600 | NVIDIA GeForce RTX 3060 / AMD Radeon RX 6700 oder besser |
| DirectX | Version 11 | Version 11 |
| Speicherplatz (HDD/SSD) | 40 GB | 40 GB |
| Zusätzliche Infos | Breitbandverbindung erforderlich - das Spiel läuft nicht offline. | Breitbandverbindung erforderlich. |
Angaben des Herstellers, soweit bekannt. Auf Konsolen entfallen sie.
| Plattform | Region | Datum |
|---|---|---|
| PC | EU | |
| Playstation 5 | EU |